88 und das Gedächtnis
Ich war im Laden unterwegs und lief von Regal zu Regal, da ich dabei war, Etiketten zu stecken. Eine offensichtlich ältere Kundin mit Rollator sprach mich an und wollte von mir wissen, wo wir die Streichhölzer liegen haben. Ob sie die Hölzchen nur nicht finden konnte, weil sie in ein neues Regal umgezogen sind oder ob sie generell keine Ahnung hatte, hinterfragte ich nicht. Ich führte sie ganz souverän zum neuen Standort, nahm eine Packung mit mehreren kleinen Schachteln aus dem Regal und nachdem sie diese für gut befunden hat, legte ich ihr die Ware in den kleinen Korb ihres Rollators.
Mit einem Lächeln sagte ich: "Wenn Sie noch etwas suchen, fragen Sie einfach mich oder einen der anderen Kollegen hier. Wir sind gerade mit sechs Leuten hier im Laden, irgendjemanden werden Sie schon finden." Die Frau bedankte sich und setzte ihren Einkauf fort, während ich mich wieder meinen zu steckenden Etiketten widmete.
Nach etwa zwei Minuten steuerte sie auf mich zu und rief aus ein paar Metern Entfernung schon: "Junger Maaahann, können Sie mir wohl helfen?"
"Natürlich", antwortete ich ihr freundlich, "was suchen Sie noch?"
"Wo haben Sie wohl die Streichhölzer? Ich habe hier schon alles abgesucht, aber ich kann die nicht finden. Die müssten doch hier irgendwo sein?"
"Brauchen Sie denn noch mehr?"
"Ich brauche Streichhölzer. Haben Sie denn welche?"
[?!?]
"Die habe ich Ihnen doch schon vor zwei Minuten gegeben", sagte ich, griff in die Ablage ihres Rollators und zeigte ihr die Packung.
"Ach", sie lachte, "wissen Sie, wie alt ich bin? Achtundachtzig. Da darf man auch ab und zu mal eine Kleinigkeit vergessen."
"Das stimmt wohl", sagte ich mit einem Lächeln auf den Lippen und muss leider zugeben, dass ich die Situation überhaupt nicht lustig, sondern sehr, sehr nachdenklich machend fand.
Mit einem Lächeln sagte ich: "Wenn Sie noch etwas suchen, fragen Sie einfach mich oder einen der anderen Kollegen hier. Wir sind gerade mit sechs Leuten hier im Laden, irgendjemanden werden Sie schon finden." Die Frau bedankte sich und setzte ihren Einkauf fort, während ich mich wieder meinen zu steckenden Etiketten widmete.
Nach etwa zwei Minuten steuerte sie auf mich zu und rief aus ein paar Metern Entfernung schon: "Junger Maaahann, können Sie mir wohl helfen?"
"Natürlich", antwortete ich ihr freundlich, "was suchen Sie noch?"
"Wo haben Sie wohl die Streichhölzer? Ich habe hier schon alles abgesucht, aber ich kann die nicht finden. Die müssten doch hier irgendwo sein?"
"Brauchen Sie denn noch mehr?"
"Ich brauche Streichhölzer. Haben Sie denn welche?"
[?!?]
"Die habe ich Ihnen doch schon vor zwei Minuten gegeben", sagte ich, griff in die Ablage ihres Rollators und zeigte ihr die Packung.
"Ach", sie lachte, "wissen Sie, wie alt ich bin? Achtundachtzig. Da darf man auch ab und zu mal eine Kleinigkeit vergessen."
"Das stimmt wohl", sagte ich mit einem Lächeln auf den Lippen und muss leider zugeben, dass ich die Situation überhaupt nicht lustig, sondern sehr, sehr nachdenklich machend fand.










